Der Unterrichtsaufbau

Das Unterrichtskonzept setzt sich aus mehreren Trainingsschwerpunkten zusammen:

Gesundheit & Fitness
Gymnastikübungen im Karate - Karateschule Kumadera Achim

Der erste Teil des Unterrichts ist der Fitnessteil. Auf das Alter der Kinder abgestimmt werden spezielle Gymnastikübungen und Aufwärm-Spiele durchgeführt. Der Aufwärm- und Fitnessteil des Trainings fördert die Gesundheit und schult die motorische Basis. Je besser ein Kind grundmotorisch ausgebildet ist, desto besser, sicherer und selbstbewusster kann es sich in seiner Umwelt bewegen - auch außerhalb vom Sport.

Wertevermittlung
Wertevermittlung - Karateschule Kumadera Achim

Im zweiten Teil unseres Trainings geht es um Wertevermittlung. In pädagogisch- und kindgerechter Form vermitteln wir den Kindern unserer Gruppen wichtige Werte wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Höflichkeit, Bescheidenheit, Zurückhaltung und viele weitere Dinge mehr.

Sicherheit durch Selbstbewusstsein

Im dritten Teil des Karate-Trainings geht es um Selbstschutz, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Auch diese Übungen sind auf das Alter der jeweiligen Gruppe abgestimmt. Neben praktischen Anwendungen und Übungen in Rollenspielen werden auch Präventiv-Maßnahmen geschult. Wer Karate hört, denkt erst einmal an asiatische Kampftechniken oder an stahlharte Fäuste, die Holz durchschlagen. Die Wenigsten denken an ein Training zur Konfliktvermeidung. Doch das ist genau der Schwerpunkt des Tempelbären Programms.

Konzentration

Der vierte Teil des Unterrichts besteht aus Partnerübungen - dem Kumite. Kumite ist japanisch und bedeutet übersetzt "miteinander üben". Kumite ist die Übung des Kampfes mit dem Partner. Das Üben mit dem Partner erfordert Aufmerksamkeit und verbessert die Konzentration. Draufschlagen kann jeder, die korrekte Distanz einschätzen und rechtzeitig abstoppen muss gelernt sein. Kontrollierte Karate-Techniken werden erst risikofrei am Schlagkissen geübt.

Koordination
Koordinationsübungen - Karateschule Kumadera in Achim und Oyten

Der fünfte Unterrichtsabschnitt sind die Technikblöcke. Hier werden die Grundschule (Grundtechniken) und die sogenannte Kata geübt. Die Kata ist eine der ältesten Übungsform im Karate. Alte Meister entwickelten Karatekombinationen, die einen Kampf simulieren und gleichzeitig absolute Perfektion verlangen. Kata ist also ein Kampf gegen imaginäre Angreifer ähnlich dem Schattenboxen. Durch viele Richtungs- und Bewegungswechsel sowie den Einsatz von verschiedenen Stellungen und Techniken wird hier besonders die Koordination geschult. Außerdem üben wir in speziellen Trainings-Parcours die Koordination.

Gürtelprüfungen

In regelmäßigen Abständen legen die Karate-Schüler Gürtelprüfungen ab um das Erlernte in einer speziellen Situation abzurufen. Zudem zeigen die Gürtelfarben im Karate den Fortschritt des Schülers an. Wir haben das reguläre Prüfungsprogamm erweitert, damit Kinder besser von Prüfungen profitieren können. Durch das von uns speziell entwickelte, Zwischengurt-Prüfungssystem ist es auch den Kleinsten möglich, regelmäßig eine Gürtelprüfung abzulegen. Die dabei gemachten Erfolgserlebnisse stärken das Selbstbewusstsein und können späteren Prüfungsängsten entgegenwirken.

Workshops & Seminare
Workshops mit Eltern - Karateschule Kumadera Achim und Oyten

In regelmäßigen Abständen veranstalten wir Workshops mit Eltern und Ihren Kindern. Hier haben die Eltern die Möglichkeit den Trainingsfortschritt Ihrer Kinder im gewohnten Trainingsumfeld zu erleben. Neben eigenen Workshops besuchen wir mit den Ninja- und Samurai-Gruppe in regelmäßigen Abständen ausgewählte externe Seminare und Lehrgänge.

Häufig gestellte Fragen

Für wen ist Karate geeignet?

Für das Karate-Training sind keine besonderen Voraussetzungen notwendig. Jeder kann Karate ausüben – unabhängig von Geschlecht, Alter oder körperlicher Verfassung. Bei uns ist das Karate-Training auf Kinder ausgelegt. Auch die Kleinsten können schon Karate üben. Selbstverständlich geht es bei den ganz kleinen Kindern mehr um Koordination, Konzentration, Beweglichkeit und Selbstbehauptung, als um den Aspekt des Kämpfens. Auch behinderten Menschen und insbesondere behinderten Kindern ermöglichen wir - sofern es die gegebenen Räumlichkeiten hergeben die Möglichkeit Karate zu erlernen.

Karate leistet einen wertvollen Beitrag zur körperlichen und charakterlichen Entwicklung unserer Kinder. Es bietet viele Möglichkeiten, wie z.B. das reine Fitnesstraining, den sportlichen Wettkampf oder die Selbstverteidigung.

Ist Karate denn schon für 3 – 5 Jährige Kinder geeignet?

Unser Bonsai Kinderkarate Programm ist ein extra entwickeltes Frühförderprogramm für die Kleinsten im Kindergarten- und Vorschulalter. In diesem Kurs geht es nicht darum perfekte Karatetechniken zu lernen. Hier steht der Spaß und die sanfte Heranführung an die Kampfkunst "Karate" im Vordergrund. So verbessern die Karate-Bonsais auf spielerische Art und Weise die Koordination und ihre Motorik. Alle Bewegungen werden bewusst immer mit links und rechts ausgeführt, somit wird Ihr Kind koordinativ sicher und gleichzeitig wird auch die Konzentrationsfähigkeit geschult. Selbstbehauptungsübungen stärken außerdem das Selbstbewusstsein Ihres Kindes Durch unser spezielles Zwischengurt-Prüfungssystem ist es auch den Kleinsten möglich, regelmäßig eine Gürtelprüfung abzulegen. Die dabei gemachten Erfolgserlebnisse stärken ebenfalls Selbstbewusstsein. Bei regelmäßigem Training steigert Ihr Kind seine Leistung im Alltag und bereitet sich so optimal auf die Schule vor – mit einer riesigen Menge Spaß.

In unserer Karateschule wird Wertevermittlung groß geschrieben – das gilt auch schon für die Kleinsten. Höflichkeit, Disziplin, Aufmerksamkeit und gegenseitiger Respekt sind für Karate-Kids selbstverständlich. So fällt es eher schüchternen Kindern leicht, in der Gruppe „aus sich raus zu gehen“ und lebhaftere Kinder lernen sich zu integrieren.

Jedes Kind ist anders, deshalb empfehlen wir die Teilnahme an einem kostenlosen Probetraining nach vorheriger telefonischer Anmeldung. Da wir ganz bewusst keine Jahresverträge machen, lohnt es sich jedoch, es einfach auszuprobieren. Oft haben wir schon erlebt, dass besonders schüchterne Kinder einfach einen Moment brauchen um mit dem Karatetraining oder der Gruppe warm zu werden. Wenn Sie dann aber erst einmal Feuer gefangen haben sind sie kaum noch zu bremsen.

Sollen die Eltern beim Kindertraining dabeibleiben?

Beim ersten Probetraining können die Eltern gerne dabei sein und zuschauen. Eine ungewohnte und noch neue Umgebung, fremde Menschen und Regeln lassen sich mit den vertrauten Eltern leichter erkunden und lieb gewinnen. Nachdem Sie sich jedoch von der Qualität des Trainings überzeugt haben und Vertrauen in uns als erfahrene Karatelehrer geschlossen haben, sollten sie sich jedoch vom Training zurückziehen und uns mit ihrem Kind "arbeiten" lassen.

Welche Vorteile bringt das für mein Kind?

  • keine Ablenkung durch zuschauende und zwischenrufende Eltern
  • bessere Konzentration
  • die Beziehung zum Karatelehrer verbessert sich
  • soziale Kompetenzen werden gesteigert und Freundschaften aufgebaut

Macht Karate Kinder aggressiv?

Die Frage hören wir immer wieder. Einige Eltern haben Bedenken ihre Kinder zum Karate-Unterricht anzumelden, da sie befürchten, das Karate-Training könnte ihre Kinder aggressiv oder zu Schlägern machen. Wir verstehen diese Sorge, denn als Laie hat man natürlich Bilder aus dem Fernsehen oder Kinofilmen im Kopf. Allerdings ist dies ein Vorurteil, dass Gegenteil ist der Fall. Kinder und Jugendliche können im Karatetraining Ihren Stress und Ärger im Training abbauen und sozusagen "rauskämpfen". Viele Gewaltpräventionsprojekte nutzen deshalb Karate und andere Kampfsportarten als Mittel gegen Gewalt. Wichtig dabei sind die Karatelehrer, sie müssen immer darauf achten das Grenzen und Regeln eingehalten werden. In der Karateschule Kumadera sind Disziplin und Etikette im Karate-Dôjô - also dem Ort an dem Karate geübt wird - oberstes Gebot. Vertrauen Sie auf unsere jahrzehnte lange Erfahrung - Karate wird bei uns immer als Helfer der Gerechtigkeit vermittelt!

Die Dojoregeln, japanisch Dôjô-kun sind fester Bestandteil in jedem Training und werden nach jedem Training zusammen mit den Kindern aufgesagt, um sie zu verinnerlichen.

  • Sei höflich und bescheiden
  • Vervollkommene deinen Charakter
  • Sei geduldig und beherrscht
  • Sei gerecht und hilfsbereit
  • Sei mutig

Hilft Karate bei ADHS?

Vorweggenommen, wir sagen ausdrücklich JA! Bei ADHS, dem sogenannten "Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom" können betroffene Kinder nicht stillsitzen und zappeln bei jeder Möglichkeit herum. Kinder mit ADHS sind Menschen mit ganz besonderem Bewegungsdrang die sich zumeist sehr schlecht konzentrieren können. Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder bei denen ausreichende eigene Motivation vorhanden ist, sehr gute Leistungen erbringen können und durchaus in der Lage sind sich lange Zeit auf eine Sache zu konzentrieren.Karate ist ein Bewegungssport und kommt dem Verhalten von Kindern mit ADHS sehr entgegen. Neben der Bewegung lernen die Kinder aber auch sich zu konzentrieren und sich in entsprechend vorgegeben Bewegungsmustern zu bewegen. Durch die Verbindung von kleinen Übungs- und Trainingserfolgen wie z.b. auch Gürtelprüfungen erfahren Kinder mit ADHS sehr schnell Bestätigung und haben so ein echtes Erfolgserlebnis. Dies hilft den Kindern meist auch sich in Ihrer alltäglichen Umgebung besser zu bewegen.Im Karate tut man zunächst in erster Linie etwas für sich selbst. Man hat kein Team bei dem man bsw. als Fußballspieler eine bestimmte Leistung für das Team erbringen muss! So ensteht im Karate kein Leistungsdruck wie in zum Besipiel in Teamsportarten. Kinder mit ADHS sind bereits einem enormen Druck in der Schule ausgesetzt. Im Karate-Dôjô (dem Übungsraum) können Sie Ihre "Sorgen" und Ihren "Frust" abstreifen. Hier müssen sie nicht die Erwartungen Anderer erfüllen, denn ein Karate-Dôjô hat seine ganz eigenen Regeln. Zudem ist gegenseitiger Respekt im Karate eines der wichtigsten Regeln die jeder Karateka von der ersten Stunde an lernt. So gibt es in unserer Karateschule kaum Hänselleien. Kinder bleiben Kinder und ganz auszuschliessen ist dies nicht. Aber wir können aus Erfahrung sagen, dass es sich meist um Einzelfälle handelt. Oft konnten wir beobachten, dass gerade Kinder und Jugendliche denen vieles Leicht fällt und sonst eher zu denen gehören die Menschen mit defiziten ärgern - auf einmal diese Kinder beschützen und helfen!Das ist der Karategedanke der in unserer Karateschule sehr wichtig ist und in jedem Training vermittelt wird.

Was ist Karate nicht?

Karate ist keine Möglichkeit sich innerhalb weniger Wochen auf dem Schulhof oder dem Spielplatz zu prügeln. Karate bedeutet auch nicht Steine zu zerschlagen oder ein unbesiegbarer Superkämpfer zu werden, der Konflikte mit Gewalt löst. Karate kann einen Menschen ein ganzes Leben begleiten.

Welche Voraussetzungen benötigt man für Karate?

Fast alle, die neu in die Karateschule Kumadera kommen, haben keinerlei Erfahrung. Allerdings sind auch Kinder und Erwachsene die längere Zeit pausiert haben, bei uns herzlich willkommen. Langsam werden sie wieder an ihre alten Fähigkeiten herangeführt, niemand verlangt, dass man nach langer Pause zum Beispiel noch eine Kata flüssig ausführen kann. Niemand wird ausgelacht, wenn er etwas nicht (mehr) kann. Grundsätzlich ist der faire Umgang miteinander ein wichtiger Aspekt des Trainings. Sich gegenseitig zu vertrauen und respektvoll miteinander umzugehen ist eine Voraussetzung im Karatetraining. Man braucht auch keine speziellen Voraussetzungen, wie gute Kondition oder Gelenkigkeit - das bringt die Zeit. Wirklich jedes Kind kann Karate lernen!

Was benötigt man für das erste Karate-Training?

Für das erste Karate-Training reicht eine lockere Sportbekleidung (Sporthose und T-Shirt) aus. Das Training findet immer barfuß statt.

Wie hoch ist die Verletzungsgefahr im Karate?

Aus verschiedenen Untersuchungen (Versicherungs-Unfallstatistiken) ist bekannt, dass die Verletzungshäufigkeit bei Budo-Sportarten wie dem Karate im Vergleich anderen Sportarten sehr gering ist.

Dies kann unser Dojoleiter aus seiner 30 Jährigen Erfahrung bestätigen. Ihm ist keine nennenswerte Trainingsverletzung bekannt, die man typischerweise mit Karate in Verbindung bringen würde.

Grund dafür ist sicherlich auch die besondere Körperbeherrschung im Karate. Erreicht wird diese Körperbeherrschung durch intensives aufeinander aufbauendes Training. Anfänger werden zum Beispiel langsam über mehrere Übungsformen an den "freien Kampf" herangeführt. Im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten wie beispielsweise dem Kickboxen - müssen zunächst die Techniken beherrscht werden bevor man sie im freien Kampf oder Sparring mit dem Partner ausführt. Das reduziert das Risiko um ein vielfaches.

Verletzungen kommen hauptsächlich bei Wettkämpfen im Kumite (Freikampf) vor. Kinder nehmen allerdings grundsätzlich nicht an Freikampf-Wettkämpfen teil! Kata und Kämpfe mit fest vorgegebene Techniken stehen hier im Vordergrund.